Geburtshelferkröte

In der Abenddämmerung kann zwischen Frühling und Spätsommer im Jurapark Aargau vielerorts ein flötender, glockenartiger Ruf gehört werden. Dieser stammt von den in Erdhöhlen und unter Steinen verborgenen Geburtshelferkröten (Alytes obstetricans), im Volksmund ihres Rufs wegen auch „Glögglifrösche“ genannt. Im Jurapark Aargau befinden sich letzte grössere Bestände dieser stark gefährdeten Art, die zum Tier des Jahres 2013 ernannt wurde.

Stark besonnte Standorte mit lückigem Bewuchs, die in unmittelbarer Nähe zu einem Gewässer liegen, dienen als Lebensraum. Neben Auengebieten können sie diesen auch in Gruben, strukturreichen Gärten oder Rebbergen finden. Wichtig ist neben dem hohen Wärmebedürfnis auch, dass lose Steine oder lockere Humusstellen vorhanden sind, damit sich die nachtaktiven Kröten tagsüber verkriechen oder eingraben können. Die Beschaffenheit des Gewässers spielt eine geringere Rolle, auch kleine, fischfreie Tümpel dienen als Laichgewässer.

Ihren deutschen Namen verdankt die kleine Kröte ihrem speziellen Brutpflegeverhalten: Nach der Eiablage wickelt das Männchen die Laichschnüre um seine Hinterbeine und trägt sie mit sich herum. Erst kurz vor dem Schlüpfen der Kaulquappen bringt es die Eier zu einem Gewässer und überlässt sie ihrem Schicksal.

Bereits mit einfachen Massnahmen fühlt sich die Kröte auch in Ihrem Garten wohl. Einige Gartentipps mit Bildern zur Veranschaulichung finden Sie hier. Weitere Informationen zur Geburtshelferkröte finden Sie bei Pro Natura und Karch.

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