Wiesellandschaft Jurapark

Das Mauswiesel und das Hermelin sind die kleinsten Raubtiere der Schweiz. Sie sind typische Bewohner einer vielfältigen und strukturreichen Kulturlandschaft. Wegen ihrer geringen Grösse und ihrer versteckten Lebensweise werden sie selten wahrgenommen. Beide Arten spielen aber für die Landwirtschaft eine bedeutende Rolle als Schädlingsbekämpfer. Sie gehören nämlich zu den Hauptjägern von Nagetieren, insbesondere Schermäusen und Feldmäusen.

Sowohl Mauswiesel wie auch Hermelin brauchen Kleinstrukturen wie dichte Stein- und Asthaufen als Rückzugs- und Aufzuchtsorte ihrer Jungen. Lebensräume mit mehreren Kleinstrukturen in der Nähe von mausreichen Wiesen sind für sie ideal. Für die Wanderung zwischen diesen Lebensräumen brauchen sie naturnahe Waldränder, Hecken, Säume, Altgrasstreifen und Ufervegetation. Da diese Landschaftselemente vielerorts rar geworden sind, steht das Mauswiesel auf der Roten Liste und ist in der Schweiz gefährdet.

Bedeutung der Wieselförderung im Jurapark 

Die vorhandene naturnahe Kulturlandschaft im Jurapark Aargau und seiner Umgebung bieten Mauswiesel und Hermelin in mehreren Gebieten noch ideale Bedingungen. Ebenfalls ist der Jurapark Aargau Teil einer wichtigen Verbindungsstelle zwischen dem Osten und Westen der Schweiz, nicht nur für Mauswiesel und Hermelin, sondern auch für viele andere Arten. Die Region hat deshalb eine grosse Bedeutung und das Projekt „Wiesellandschaft Jurapark“ ist Teil des gesamtschweizerischen Projektes „Wiesellandschaft Schweiz“ der Stiftung Wieselnetz.
Die geeigneten Gebiete für Mauswiesel und Hermelin sind leider vielerorts immer kleiner geworden und zu wenig miteinander vernetzt. Um die beiden kleinen Raubtiere im Gebiet erhalten zu können, brauchen sie deshalb unsere Hilfe.

Ziel

Das Projekt „Wiesellandschaft Jurapark“ hat zum Ziel die Lebensräume und die Vernetzung für Mauswiesel und Hermelin zu verbessern, damit diese Arten im Jurapark Aargau erhalten bleiben und sich ausbreiten können. Dafür wollen wir in geeigneten Gebieten für Wiesel unterschiedliche Lebensraumelemente und Kleinstrukturen anlegen. Die geplanten Aufwertungen bieten zahlreichen anderen Arten, wie z.B. Vögeln, Amphibien, Reptilien oder Insekten Lebensraum, Nahrungsgrundlage oder Nistgelegenheit.

Perimuk sagt, bis bald im Jurapark