Zwischen Wasserflue und Frick

Daten: Bundesamt für Landestopografie (BA 5704002947)

 

Obstbaumlandschaft im Tafeljura

Gleich mehrere charakteristische Merkmale des Jurapark Aargau machen den Reiz dieser Region aus. Vielerorts prägen Obstbäume das Landschaftsbild. Im April sind die Blüten eine Augenweide, später im Jahr die Früchte ein Gaumenschmaus. Die Vielfalt an Kirschen- und anderen Obstprodukten, die die lokalen Obstbaubetriebe produzieren, reicht von den frischen Früchten über Dörrkirschen, Konfitüre, Kirsch, Kirschstängeli bis zu Kirschenbalsamico und Kirschensenf. Vom Tiersteinberg – Ausflugsziel von Wanderern und Bikern – bieten sich Weitblicke über Plateaus wie dasjenige bei Schupfart oder zu den Hügeln des Benkentals. Archäologische Funde beim Wittnauer Horn als herausragende Beispiele schweizerischer Ur- und Frühgeschichte sowie die Ruinen Alt Tierstein und Homberg lassen auf eine lange und bewegte Geschichte schliessen. Auf halber Strecke zwischen Frick und dem Passübergang beim Benkerjoch liegt Wölflinswil. Das Dorf ist eines von zahlreichen Jurapark-Dörfern mit einem Ortsbild von nationaler Bedeutung und eignet sich als Ausgangspunkt zum Eisenweg in Richtung Herznach, zum Perimukweg Richtung Strihen oder zum Zwei-Dörfer-Rundweg in Richtung Burgflue.

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Saison

Ganzjährig

Kontakt

Waldkompass Aargau
Im Roos 5
5630 Muri
Tel. +41 (0)56 221 89 71

www.waldkompass-aargau.ch

Refugium Horn

Über Jahrtausende diente das Wittnauer Horn als Wohnort oder Fluchtburg. Die ältesten gefundenen Steingeräte und Keramikscherben stammen aus der Jungsteinzeit. Heute noch zu sehen ist ein Schutzwall, der zuletzt unter römischer Herrschaft stand.

In der späteren Bronzezeit (1250–750 v. Chr.) wurde das Wittnauer Horn als Flucht- und Zufluchtsort besiedelt. Das Plateau des Buschberges bot auch Raum für Weide und bescheidene Ackerkulturen, also Nahrungsbeschaffung. Noch heute ist ein Teil des Hauptwalls sichtbar. Von 260–350 n. Chr. waren die Römer präsent. In einem Arbeitslager 1934/35 legten 15 Mann unter Dr. Gerhard Bersu Teile der Befestigungsanlage frei. Im 4. Jahrhundert fielen die Alemannen mehrmals in die Anlage ein, ab 401 n. Chr. fand der Abzug der römischen Truppen statt. Um 759 ist eine fränkische Befestigungsanlage auf dem Horn nachgewiesen.
Anschliessend versank das Horn in Vergessenheit, bis zu ersten Grabungsarbeiten um 1930. Die Mauerteile, welche die römische Besiedlung markieren, wurden 1980 erneuert. Münzen, Keramik, Scherben, Reibschüsseln, eine Amphore, Gewandhaften usw. sind bis heute verwahrte Ausgrabungsgegenstände, welche die verschiedenen Besiedlungsepochen nachweisen.

Zusatzinformationen

Der Aufstieg ist streckenweise relativ steil. Gutes Schuhwerk ist von Nöten.

Saison

Ganzjährig

ÖV-Haltestelle

Wittnau, Mitteldorf Fahrplan SBB

Refugium Horn

Perimuk sagt, bis bald im Jurapark