Schenkenbergertal und Jurasüdfuss

Daten: Bundesamt für Landestopografie (BA 5704002947)

 

Historische Perlen im Kettenjura

Der Höhenzug des Kettenjuras nördlich der Aare bei Aarau bietet mit der Gisliflue und der Wasserflue prächtige Ausblicke in den Jurapark gegen Norden und eine überraschende Weitsicht über das Mittelland bis zum Alpenbogen. Die Passübergänge bei der Salhöhe, beim Benkerjoch sowie der Staffelegg sind ideale Ausgangspunkte, um diesen Hügelzug zu erkunden. Nördlich der Gisliflue liegt das idyllische Schenkenbergertal, das von der Staffelegg bis zur Aare bei Schinznach reicht. Im Tal befinden sich überdurchschnittlich viele Schlösser und Burgen, so zum Beispiel die Ruine Schenkenberg, das Schloss Kasteln und das Schloss Wildenstein, die nebst der reformierten Pfarrkirche von Schinznach Kulturgüter von nationaler Bedeutung sind. Mit Schinznach als Gemeinde mit der grössten Rebfläche im Kanton Aargau ist die Region ein bedeutendes Rebbaugebiet. Es lädt zum Wandern sowie zur Degustation der Weine ein, die den Rebbergen entlang der teils steilen Hänge des Tales entstammen. Südlich des Hügelzuges liegen die Jurapark-Gemeinden Küttigen, Biberstein und Auenstein, eingebettet zwischen Aare und Jurasüdfuss. Sowohl an den südexponierten Hängen mit seinen Föhrenwäldern als auch beim Auengebiet entlang der Aare bei Auenstein befinden sich besonders wertvolle Lebensräume für Pflanzen wie Orchideen respektive Tiere wie den Biber.

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Gemeindeverwaltung Küttigen
Neue Stockstrasse 23
5022 Rombach
Tel. +41 (0)62 839 93 40

www.kuettigen.ch/

Ruine Königstein

Die Burg Königstein wurde kurz vor 1278 durch Ritter Jakob v. Kienberg erbaut, ging 1417 an Aarau über, wurde bald verlassen und war offenbar bereit 1454 ziemlich stark zerfallen. So sind heute nur noch spärliche Ruinenreste sichtbar.

Zur Burg Königstein gibt es die Sage der ledernen Brücke: Eine wohlhabende Ritterfamilie bewachte im Mittelalter fünf Jurapässe. Einer von ihnen verlangte von den Bauern aber immer mehr Steuern. Als sich diese wehrten und beim König um Hilfe baten, wurde der Ritter wütend und verlangte von jedem Bauern die Haut einer Kuh, um eine lederne Brücke zu bauen. Dazu nahm er drei Kinder als Geiseln und steckte sie ins Burgverlies. Was blieb den Bauern anderes übrig, als zu gehorchen? Doch immer wieder forderte der Ritter mehr Leder, um die Brücke auszubessern. Die Bauern wurden immer ärmer, darum schnitt eines Nachts jemand die Halteseile an. Als der Ritter später über die Brücke ritt, stürzte er in die Tiefe und starb. Die Stelle sei seither verhext, sagt man.
Tatsache ist, dass die Burg 1277 von den Herren von Kienberg-Küngstein gebaut und 1417 mitsamt Gütern und Leuten(!) an die Stadt Aarau verkauft wurde. Aber schon bald starben die Kienberger und Königsteiner aus und die Burg verfiel.

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Ruine Königstein

Perimuk sagt, bis bald im Jurapark