Schenkenbergertal und Jurasüdfuss

Daten: Bundesamt für Landestopografie (BA 5704002947)

 

Historische Perlen im Kettenjura

Der Höhenzug des Kettenjuras nördlich der Aare bei Aarau bietet mit der Gisliflue und der Wasserflue prächtige Ausblicke in den Jurapark gegen Norden und eine überraschende Weitsicht über das Mittelland bis zum Alpenbogen. Die Passübergänge bei der Salhöhe, beim Benkerjoch sowie der Staffelegg sind ideale Ausgangspunkte, um diesen Hügelzug zu erkunden. Nördlich der Gisliflue liegt das idyllische Schenkenbergertal, das von der Staffelegg bis zur Aare bei Schinznach reicht. Im Tal befinden sich überdurchschnittlich viele Schlösser und Burgen, so zum Beispiel die Ruine Schenkenberg, das Schloss Kasteln und das Schloss Wildenstein, die nebst der reformierten Pfarrkirche von Schinznach Kulturgüter von nationaler Bedeutung sind. Mit Schinznach als Gemeinde mit der grössten Rebfläche im Kanton Aargau ist die Region ein bedeutendes Rebbaugebiet. Es lädt zum Wandern sowie zur Degustation der Weine ein, die den Rebbergen entlang der teils steilen Hänge des Tales entstammen. Südlich des Hügelzuges liegen die Jurapark-Gemeinden Küttigen, Biberstein und Auenstein, eingebettet zwischen Aare und Jurasüdfuss. Sowohl an den südexponierten Hängen mit seinen Föhrenwäldern als auch beim Auengebiet entlang der Aare bei Auenstein befinden sich besonders wertvolle Lebensräume für Pflanzen wie Orchideen respektive Tiere wie den Biber.

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Jurapark Aargau
Jurapark Aargau Geschäftsstelle
Linn 51
5225 Bözberg
Tel. 062 877 15 04

www.jurapark-aargau.ch

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Ruine Schenkenberg

Die Burg Schenkenberg, erbaut im Mittelalter diente bis 1460 verschiedenen Edelleuten als Wohnsitz, später als Landvogt-Sitz. Aus lokalem Jurakalk gebaut waren die Gebäude sehr empfindlich und zerfielen ab dem 18. Jahrhundert zur Ruine.

Dass es im Nordwesten des Aargaus «nur» noch Ruinen und keine Burgen oder Schlösser mehr gibt, ist einerseits das Resultat des Basler Erdbebens 1356, aber auch von Vernichtungsschlägen im Grenzraum.
Die Burg Schenkenberg aus dem Mittelalter beherbergte anfänglich eine Dienstmannenfamilie der Habsburger. Später diente die Burg als Wohnsitz von Albrecht von Schenkenberg, einem ausserehelichen Sohn Rudolfs von Habsburg. Nach ihm kamen weitere Edelleute und lebten bis 1460 auf dem herrschaftlichen Anwesen. Als die Berner die Burg erobert hatten, installierten sie bis 1720 Landvögte – über 40 Personen wechselten sich ab.
Das Baumaterial – lokaler Jurakalk – war nicht sehr widerstandsfähig, deshalb verschlang das Bauwerk Unsummen für den Unterhalt. Im 18. Jahrhundert wollte niemand mehr bezahlen, die Burg zerfiel und immer wieder rollten Mauerteile in den Wald und dienten den Bauern als Baumaterial. Um den völligen Zerfall zu verhindern, gab es im 20. Jahrhundert mehrere Sanierungen.

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Ruine Schenkenberg

Perimuk sagt, bis bald im Jurapark