Rebberge als Lebensräume

Im Jurapark Aargau liegen 40 Prozent der Aargauer Rebberge. Die sonnenexponierten Rebhänge bieten Lebensraum für wärmeliebende Tier- und Pflanzenarten. Mauereidechse, Zaunammer, Mauerpfeffer und Zwiebelpflanzen waren noch vor wenigen Jahrzehnten häufig in den Rebbergen anzutreffen. Heute sind ihre Bestände jedoch gesamtschweizerisch stark zurückgegangen. Deshalb sind strukturreiche Rebberge mit Böschungen, Säumen, Gebüsche, Steinmauern sowie eine extensive Bewirtschaftung der Rebflächen besonders wertvoll.

Wärmeliebende Tier- und Pflanzenarten sind im Aargau stark an Rebberge gebunden, so zum Beispiel der Hänfling oder die gefährdete Zaunammer mit ihrem hübschen, schwarz-gelb gestreiften Kopf. Zahlreiche Sonnenplätze und Schlupfwinkel aus Stein, Holz und Vegetation brauchen Reptilien wie die Mauereidechse und die vom Aussterben bedrohte, scheue und harmlose Schlingnatter. Trockensteinmauern und lockerwüchsige Böschungen sind auch Wuchsorte des Mauerpfeffers. Früh im Jahr, noch vor dem Austrieb vieler anderer Pflanzenarten, blühen zwischen den Rebstöcken wildwachsende Zwiebelpflanzen wie Milchsterne und Traubenhyazinthen.

Perimuk sagt, bis bald im Jurapark