Neophyten

Neophyten ist die Bezeichnung für Pflanzen, die erst seit der Entdeckung Amerikas (1492) bei uns vorkommen. Wörtlich übersetzt bedeutet Neophyten «neue Pflanzen». Diese gebietsfremden Pflanzen sind zum grössten Teil völlig harmlos (z.B. die Rosskastanie oder das Kleine Springkraut).

Einige der neuen Pflanzen verhalten sich jedoch invasiv: Sie verwildern, breiten sich stark aus und verdrängen dabei die einheimische Flora. Gewisse Arten können sogar zu Schäden an Bauten und Infrastruktur führen oder allergischen Reaktionen hervorrufen. Alle diese Problempflanzen bezeichnet man als invasive Neophyten. Zurzeit gelten in der Schweiz 41 Arten als nachweislich schädliche invasive Neophyten (Schwarze Liste) und 17 Arten als potenziell schädliche invasive Neophyten (Watch-Liste).

Der Jurapark Aargau hat 2013-2015 im Rahmen des kantonalen Pilotprojekts "Neobiota" fünf Parkgemeinden (Schupfart, Wegenstetten, Hellikon, Zuzgen und Zeiningen) bei der Neophytenbekämpfung beraten, unterstützt und instruiert. Hintermann und Weber, Naturwerk und lokale Naturschutzgruppen haben im Auftrag des Kantons Aargau zudem ein Pilotprojekt zu Bekämpfungsmethoden entlang eines Bachlaufs im Jurapark Aargau durchgeführt.

Obwohl die Ergebnisse des Pilotprojektes durchwegs positiv waren, ist der Handlungsbedarf über das gesamte Parkgebiet gesehen nach wie vor gross. Der Jurapark Aargau sieht es als eine wichtige Aufgabe, gerade auch aufgrund von Budgetkürzungen beim Kanton, weitere Parkgemeinden für Aktionspläne zur effektiven und langfristigen Neophytenbekämpfung zu motivieren und sie dabei zu unterstützen.

Der Jurapark Aargau

  • motiviert Gemeinden, sich mit dem Thema invasive Neophyten auseinanderzusetzen
  • bietet Gemeinden gebündelte Informationen zum Thema Neophytenbekämpfung auf der Homepage 
  • stellt die Aktionspläne aus dem Pilotprojekt in angepasster Version zur Verfügung (siehe Downloads)
  • berät Gemeinden bei der Auswahl und Priorisierung der Arten und Standorte
  • vermittelt Erfahrungen finanzieller wie auch bekämpfungstechnischer Art aus den Pilotgemeinden
  • bietet Unterstützung bei der Ausbildung von Arbeitskräften (z.B. Gemeindearbeiter, Forstpersonal)
  • organisiert Führungen zur Sensibilisierung
  • bietet Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit in den Gemeinden, z.B. mit dem Merkblatt zum Anpassen (siehe Download)
  • vermittelt Kontakte zu Naturschutzvereinen, Schulen etc., welche auch als Gruppe einen Einsatz leisten können
  • vermittelt, organisiert und begleitet Natureinsätze für grossflächige oder aufwändige Bekämpfungsarbeiten mit Gruppen. Bedingung: die Standorte werden im Rahmen eines Aktionsplans langfristig bekämpft und kontrolliert. Natureinsätze siehe hier

Melden Sie sich für die beschriebenen Leistungen bei Lea Reusser, 062 869 10 83, l.reusser@jurapark-aargau.ch

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