Magerwiesen

Artenreiche Trockenwiesen sind einer der wichtigsten Naturwerte im Jurapark Aargau. Grundsätzlich gilt: Je magerer der Boden ist (also nicht gedüngt), desto höher der Wert für die Natur und die Artenvielfalt.


Enziane(Gentiana spp.) erwartet man eher in den Alpen, aber auch im Jura sind sie heimisch. Im Jurapark Aargau kommen vier Enzianarten vor, die auf Magerwiesen, extensiven Weiden oder in lichten Föhrenwäldern wachsen. Sie lösen im Herbst die Orchideen in der Blüte ab und schmücken Naturschutzgebiete und Matten. Leider sind sie in den letzten Jahrzehnten selten geworden. Der Kreuzenzian ist im Jurapark bis auf wenige Individuen fast verschwunden und gilt auf der Roten Liste als gefährdet. Deutscher und Gefranster Enzian kommen noch in mehreren Gemeinden vor, auch ihre Bestände sind aber stark zurückgegangen.


Entgegen ihrem Namen ist die Gewöhnliche Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris) in der Schweiz selten geworden und nur noch auf wenige Standorte beschränkt, unter anderem im Jurapark Aargau. Die Küchenschelle ist an warmen bis heissen Standorten auf flachgründigen, steinigen, sehr kargen Böden vorhanden, die kalkhaltig und extrem trocken sind. Wo Enziane und Küchenschellen vorkommen, sind auch die Bedingungen für eine grosse Vielfalt weiterer seltener Tier- und Pflanzenarten gegeben.

Perimuk sagt, bis bald im Jurapark