Landschaftsqualität

Im Rahmen der nationalen Agrarpolitik 14–17 wurden sogenannte Landschaftsqualitäts-Beiträge eingeführt. Damit werden landwirtschaftliche Leistungen zur Erhaltung, Förderung und Weiterentwicklung attraktiver Landschaften abgegolten. Sie tragen dazu bei, die Vielfältigkeit der Kulturlandschaft, den regionalen Charakter und die Erholungsqualität zu erhalten und zu fördern.

Die Umsetzung erfolgt über das regionale Landschaftsqualitäts-Projekt des Jurapark Aargau. Die Teilnahme am LQ-Projekt ist für alle Landwirte freiwillig, ebenso die Wahl der LQ-Massnahmen.  Interessierte Landwirte konnten sich bis Mai 2017 an der Umsetzung des Projekts beteiligen. Die Beiträge werden noch im Anmeldejahr über die Direktzahlungen des Bundes und Kantons ausbezahlt, neue Massnahmen müssen dafür bis im Mai realisiert sein.

Teilprojekte sind zum Beispiel die 2015 eingeführten Pflück-mich-Bäume und Naschhecken oder die Baumkapellen. Verschiedene Projekte des Juraparks lassen sich mit der Landschaftsqualität gut kombinieren, sei es die Förderung von Tier- und Pflanzenarten wie Wiesel, Fledermäuse, Feldhasen und –lerchen oder die autochthone Ackerbegleitflora.

Direktbegrünungen und regionales Saatgut aus dem Jurapark

Biologische Vielfalt in Wiesen bedeutet nicht einfach eine möglichst hohe Anzahl an verschiedenen Arten. Vielmehr besitzt jede Region ihre spezifischen Wiesen mit einer regional oft ganz unterschiedlich ausgeprägten Artenzusammensetzung. Der Jurapark Aargau setzt sich deshalb dafür ein, dass bei Begrünungen im Park (sei dies auf landwirtschaftlichen, kommunalen oder privaten Flächen), möglichst angepasstes artenreiches Saatgut zum Zuge kommt. Er unterstützt die Produktion und Verwendung von lokal im Park geerntetem, hochwertigem Saatgut und bietet Ihnen eine kostenlose Beratung durch seine Fachpartner.

Sind Sie interessiert an Saatgut aus dem Jurapark oder möchten Ihre Fläche direktbegrünen? Kontaktieren Sie uns - gerne zeigen wir Ihnen die Möglichkeiten auf.

Förderung von Feldhasen und Feldlerchen

Mit der Intensivierung des Ackerbaus und der maschinellen Mahd von Wiesen haben die Bestände von Feldhase und Feldlerche schweizweit stark abgenommen. Auch der Jurapark Aargau bildet hier keine Ausnahme. Allerdings beherbergt er noch einige bedeutende Restbestände im Tafeljura, die mit der richtigen Pflege eine gute Chance haben, sich zu erholen. Tafeljura-Plateaus wie Wabrig, Heu- und Looberg würden mit verschiedenen einfachen Aufwertungsmassnahmen schnell wieder zu idealen Standorten für Feldhasen und -lerchen. Dies soll mittels LQ-Beiträgen für Landwirte geschehen. Ein Pilotprojekt findet derzeit auf dem Wabrig zwischen Schupfart, Zuzgen und Wegenstetten statt.

Bewirtschaften Sie eine geeignete Fläche, oder sind Sie allgemein an der Förderung von Feldhasen und -lerchen interessiert? Nehmen Sie doch einfach mit unserer Geschäftsstelle Kontakt auf.

Perimuk sagt, bis bald im Jurapark